Kollagen ist der Hauptbestandteil des Bindegewebes der Haut und macht etwa 70–80 % ihres Trockengewichts aus¹. Es verleiht der Haut Struktur, sorgt für Elastizität und speichert Feuchtigkeit. Doch mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die körpereigene Kollagenproduktion. Mit steigendem Alter nimmt der Kollagengehalt der Haut ab; in einer Messstudie hatten Frauen in jedem Alter weniger Hautkollagen als Männer². Dadurch verliert die Haut an Festigkeit und Spannkraft, es entstehen Falten, und das Gewebe erschlafft.
Viele Menschen greifen daher zu Kollagenpräparaten oder achten gezielt auf eine Ernährung, die den Kollagenaufbau unterstützt. Doch was ist über Kollagenpräparate und die Haut tatsächlich bekannt? Was sagt die Wissenschaft dazu? In diesem Beitrag erfährst du, welche Faktoren den Kollagenabbau beschleunigen, was du im Alltag für deine Haut tun kannst und was Studien zu Nahrungsergänzungsmitteln gemessen haben.
Die Rolle von Kollagen für die Hautgesundheit

Kollagen ist ein Hauptbestandteil des Bindegewebes und bildet eine Art Gerüst für die Haut. Es sorgt dafür, dass die Haut straff und elastisch bleibt. Mit der Zeit wird dieses Gerüst jedoch instabiler: Im Alter wird Kollagen verstärkt abgebaut und weniger neu gebildet³.
Ein hoher Kollagengehalt gehört zu dem, was pralle, jugendlich wirkende Haut ausmacht. Gleichzeitig zerfällt das Kollagennetz in der tieferen Hautschicht mit dem Alter zunehmend in Bruchstücke, was die Haut mechanisch weniger belastbar macht⁴. Dadurch entstehen Falten, die Haut wird dünner, und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, nimmt ab.
Warum nimmt Kollagen mit dem Alter ab?
Ein Hauptgrund für den Kollagenabbau ist der natürliche Alterungsprozess. Doch auch äußere Faktoren tragen dazu bei, dass sich die Kollagenstruktur verändert und geschwächt wird. Mehr zu Kollagen im Alter erfährst du hier.
UV-Strahlung als Kollagen-Killer
Sonneneinstrahlung ist eine der Hauptursachen für vorzeitige Hautalterung. UV-Strahlung setzt in der Haut Vorgänge in Gang, die Enzyme zum Kollagenabbau aktivieren und die Kollagenbildung drosseln³. In einer Studie mit 903 Erwachsenen unter 55 Jahren wurden die Teilnehmenden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Über 4,5 Jahre nahm die Hautalterung bei täglichem Sonnenschutz um 24 % weniger zu als in der Gruppe, die Sonnenschutz nach Belieben nutzte⁵. Gemessen wurde die Hautalterung an der feinen Struktur der Hautoberfläche, die sich mit den Jahren vergröbert. Schaue dir für weitere Information auch gerne unseren Beitrag dazu an.
Zucker und schlechte Ernährung
Ein hoher Zuckerkonsum schädigt das Kollagen durch einen Prozess namens Glykation. Dabei bilden Zucker feste Verbindungen mit dem Kollagen (Maillard-Reaktion). Das geht mit einem zunehmend steiferen Bindegewebe einher⁶. Das Ergebnis ist eine beschleunigte Hautalterung und der Verlust von Elastizität.
Beeren, grüner Tee und dunkle Schokolade liefern reichlich Polyphenole.

Rauchen und Umweltgifte
Im Labor störte ein Extrakt aus Tabakrauch die Kollagenbildung von Hautzellen und erhöhte die Menge an Enzymen, die Kollagen abbauen⁷. In einer Studie mit 132 Erwachsenen war vorzeitige Faltenbildung bei starken Rauchern 4,7-mal so wahrscheinlich wie bei Nichtrauchern. Als stark galt, wer auf mehr als 50 Packungsjahre kam – etwa 50 Jahre lang eine Schachtel am Tag⁸. Die Studie war klein und zeigt einen Zusammenhang; die genaue Höhe des Faktors ist entsprechend unsicher.
Stress und Schlafmangel
Chronischer Stress erhöht die Produktion des Hormons Cortisol, das den Kollagenabbau beschleunigt. Auch der Schlaf spielt eine Rolle. In einer Studie mit 60 Frauen zeigten die, die schlecht schliefen, mehr Zeichen natürlicher Hautalterung. Außerdem erholte sich ihre Hautbarriere langsamer als bei Frauen, die gut schliefen⁹. Die Hautbarriere ist die äußerste Hautschicht, die Wasser in der Haut hält und Reizstoffe abhält. Die Studie zeigt einen Zusammenhang, nicht, dass schlechter Schlaf die Ursache ist.
Was die Hautstudien zu Kollagenpeptiden erfasst haben
Faltentiefe als erfasste Messgröße
In einer Studie nahmen 114 Frauen zwischen 45 und 65 Jahren acht Wochen lang täglich 2,5 g bestimmte Kollagenpeptide oder ein Scheinpräparat (Placebo). Gemessen wurde das Volumen der Falten um die Augen: Es war in der Kollagengruppe messbar kleiner als in der Placebogruppe¹⁰. Faltenvolumen beschreibt das Aussehen der Haut; geprüft wurde ein bestimmtes Präparat in einer einzelnen Studie. Erfasst wurden dabei Faltentiefe und Hautbild im Vergleich zu einer Placebogruppe. Fibroblasten in der Lederhaut bauen das Kollagengerüst auf, und die Aminosäuren aus Kollagenpeptiden gehören zu dem Rohmaterial, das ihnen dafür zur Verfügung steht.
Hautfeuchtigkeit als erfasste Messgröße
Kollagen interagiert mit Hyaluronsäure, einem weiteren wichtigen Bestandteil der Haut. In Studien mit Vergleichsgruppe (Placebo) war die Hautfeuchtigkeit nach acht Wochen täglicher Einnahme von Kollagenpeptiden messbar erhöht¹¹. Hautfeuchtigkeit gibt an, wie viel Wasser die oberste Hautschicht enthält; trockene Haut hat wenig davon. Geprüft wurden bestimmte Kollagenpräparate aus der Forschung.
Hautelastizität als erfasste Messgröße
In einer Studie nahmen 72 Frauen ab 35 Jahren zwölf Wochen lang ein Trinkpräparat mit 2,5 g Kollagenpeptiden sowie Vitamin C, Zink, Biotin und Vitamin E. Eine Vergleichsgruppe bekam ein Scheinpräparat (Placebo). Bei der Hautelastizität – also wie gut die Haut nach dem Dehnen zurückfedert – fand die Studie einen Unterschied zur Placebogruppe, der sich kaum durch Zufall erklären lässt¹². Weil das Getränk mehrere Inhaltsstoffe enthielt, lässt sich der Unterschied nicht dem Kollagen allein zuschreiben. Gemessen wurde die Elastizität dabei mit einem Cutometer, nicht das Aussehen im Spiegel. Unsere Kollagenpeptide findest du auch in unserem Shop.
Was bei der Kollagenbildung eine Rolle spielt
Ernährung und Haut
Bestimmte Nährstoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Kollagenbildung.
- Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Gute Quellen sind Zitrusfrüchte, Paprika und Kiwis.
- Aminosäuren wie Glycin und Prolin sind die Bausteine von Kollagen. Sie kommen in Knochenbrühe, Fisch, Eiern und Fleisch vor.
- Antioxidantien werden im Zusammenhang mit oxidativem Stress erforscht. Besonders reich daran sind Beeren, grüner Tee und dunkle Schokolade.

Hautpflege mit Kollagen
Kollagenhaltige Cremes wirken oft nur oberflächlich, weil die Moleküle zu groß sind, um tief in die Haut einzudringen. Effektiver sind Inhaltsstoffe, die die Kollagenproduktion anregen.
- In einer Studie wurde Retinol (Vitamin A) auf die natürlich gealterte Haut von über 80-Jährigen aufgetragen. Nach sieben Tagen vermehrten sich die kollagenbildenden Hautzellen stärker, und die Haut bildete mehr Kollagen¹³. Das gilt für Retinol, das auf die Haut aufgetragen wird – nicht für Kollagen zum Einnehmen.
- Peptide sind ein verbreiteter Inhaltsstoff in Hautpflegeprodukten.
- Sonnenschutz, der die UV-Belastung der Haut verringert, zählt zu den bekannten Strategien gegen lichtbedingte Hautalterung¹⁴.
Fazit: Was über Kollagen und die Haut bekannt ist
Kollagen ist das tragende Strukturprotein der Haut. Dass seine Menge mit den Jahren abnimmt, ist ein normaler Vorgang – Sonnenschutz, wenig Zucker und Nichtrauchen sind dabei die Punkte mit der besten Datenlage. In Studien zu Kollagenpeptiden wurden über Zeiträume von vier bis zwölf Wochen Faltentiefe, Hautelastizität und Hautfeuchtigkeit als Messgrößen erfasst.
Auch ein bewusster Lebensstil mit viel Bewegung, wenig Stress und einer antioxidantienreichen Ernährung tut deiner Haut gut. Schaue dir dazu gerne unseren Beitrag an, was Kollagen zerstört.