Mehr Kollagen war nie die Frage.Uns interessierte, welche Signale der Körper tatsächlich liest.
Dr. Thomas SchroeterGründer

Kollagenhydrolysat einfach erklärt

Was macht Kollagen-Hydrolysat so besonders? Hier erfährst du es, und mehr!

Kollagen-Hydrolysat, auch bekannt als Kollagen-Peptide oder Kollagenprotein, hat in den letzten Jahren aufgrund seiner zahlreichen Vorteile für Gesundheit und Schönheit an Popularität gewonnen. Kollagen, ein Strukturprotein, ist in unserem Körper reichlich vorhanden und verleiht unserer Haut, unseren Knochen, Sehnen und Bändern Festigkeit und Elastizität. Mit zunehmendem Alter nimmt unsere natürliche Kollagenproduktion jedoch ab, was zu Alterserscheinungen und Gelenkbeschwerden führt. Kollagenhydrolysat wird aus kollagenreichen Quellen gewonnen und mit verschiedenen Methoden verarbeitet, um eine bioverfügbare Form von Kollagen zu schaffen, die vom Körper leicht aufgenommen werden kann. In diesem Artikel werden wir uns mit den Quellen, den Produktionsmethoden, den besonderen Eigenschaften und den diversen Vorteilen von Kollagen-Hydrolysat für den Körper befassen.

Weidende Rinder

Die Quellen von Kollagenhydrolysat: Woher kommt dein Kollagen?

Kollagenhydrolysat, auch bekannt als Kollagenpeptide, ist ein wahres Power-Protein, das aus verschiedenen natürlichen Quellen gewonnen werden kann. Jede dieser Quellen bringt dabei ihre eigenen, einzigartigen Eigenschaften mit sich. Wenn du dich fragst, woher dein Kollagen stammt und welche Unterschiede es gibt, bist du hier genau richtig.

Tierisches Kollagen: Rind und Schwein als gängige Basen

Rinderkollagen: Der Marktführer unter den Kollagenquellen

Rinderkollagen, das aus der Haut und den Knochen von Rindern gewonnen wird, ist die häufigste Quelle für Kollagenhydrolysat auf dem Markt. Es ist besonders beliebt, da es reich an Kollagen Typ I und Typ III ist – den Typen, die in Haut, Knochen und Gelenken vorkommen. Viele der vorliegenden Studien wurden mit Rinderkollagenpeptiden durchgeführt. Wenn du ein universell einsetzbares Kollagen suchst, ist Rinderkollagen oft eine ausgezeichnete Wahl.

Schweinekollagen: Eine beliebte Alternative, besonders in Asien

Eine weitere häufig genutzte Quelle ist Schweinekollagen, das aus der Haut von Schweinen gewonnen wird. Insbesondere in asiatischen Ländern ist es eine sehr beliebte Kollagenquelle. Auch Schweinekollagen liefert wertvolle Kollagenpeptide, die vom Körper gut aufgenommen und verwertet werden können. Die Zusammensetzung ähnelt der von Rinderkollagen, weshalb es ebenfalls breite Anwendung in Nahrungsergänzungsmitteln findet..

Meereskollagen: Hohe Bioverfügbarkeit aus Fischquellen

Meereskollagen, auch bekannt als Fischkollagen oder Marine Kollagen, wird aus Fischschuppen und -haut gewonnen. Diese Art von Kollagen ist besonders bekannt für ihre hohe Bioverfügbarkeit, was bedeutet, dass die Kollagenpeptide aus Fisch vom Körper sehr effizient aufgenommen und verwertet werden können. Marine Kollagen ist reich an Kollagen Typ I, dem vorherrschenden Kollagentyp in unserer Haut. Daher wird es in Studien häufig dann eingesetzt, wenn es um die Haut geht. Sein Aminosäureprofil ist mit dem der übrigen tierischen Kollagenquellen vergleichbar, und es ist eine Wahl für alle, die eine Alternative zu Landtieren suchen.

Produktion

Herstellungsmethoden von Kollagenhydrolysat: Wie aus Kollagen bioaktive Peptide werden

Die Wirksamkeit von Kollagenhydrolysat hängt maßgeblich davon ab, wie es hergestellt wird. Um aus den großen Kollagenmolekülen der Ausgangsrohstoffe die kleinen, hoch bioverfügbaren Kollagenpeptide zu gewinnen, kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Lass uns einen Blick auf die gängigsten Herstellungsmethoden werfen und verstehen, warum die Produktionsweise einen großen Einfluss auf die Qualität deines Kollagen-Produktes hat.

Enzymatische Hydrolyse: Der Goldstandard für hochwertige Kollagenpeptide

Die enzymatische Hydrolyse ist die am weitesten verbreitete und in der Regel bevorzugte Methode zur Herstellung von Kollagenhydrolysat.

Schonende Aufspaltung für maximale Bioaktivität

Bei diesem fortschrittlichen Verfahren wird das native Kollagen mit spezifischen Enzymen behandelt. Diese Enzyme agieren wie eine "Schere" und spalten das Kollagen gezielt in kleinere, sogenannte Kollagenpeptide auf. Der entscheidende Vorteil der enzymatischen Hydrolyse liegt in ihrer Schonung: Sie gewährleistet, dass das Kollagen seine natürliche strukturelle Integrität und vor allem seine Bioaktivität weitestgehend beibehält. Das Ergebnis sind kurzkettige Kollagenpeptide, die der Körper gut aufnehmen und als Aminosäuren verwerten kann. Produkte, die mittels enzymatischer Hydrolyse hergestellt wurden, gelten als besonders hochwertig.

Saure Hydrolyse: Eine ältere Methode mit Qualitätsnachteilen

Neben der enzymatischen Hydrolyse gibt es auch andere Verfahren, die jedoch oft mit Kompromissen bei der Produktqualität einhergehen.

Risiken für Bioaktivität und Endprodukt

Die saure Hydrolyse ist eine ältere Methode, bei der Kollagen mit starken Säuren behandelt wird, um die Peptidbindungen aufzubrechen. Obwohl diese Methode effektiv im Abbau des Kollagens ist, kann die aggressive Säurebehandlung die empfindliche Struktur der Kollagenpeptide schädigen. Dies kann zu einem minderwertigen Kollagenprodukt mit einer geringeren Bioaktivität führen. Das bedeutet, dass die so gewonnenen Peptide möglicherweise nicht mehr die gleiche positive Wirkung im Körper entfalten können wie enzymatisch hergestellte.

Weitere Hydrolyseverfahren: Mechanisch und Thermisch

Andere Herstellungsverfahren umfassen die mechanische Hydrolyse und die thermische Hydrolyse. Bei der mechanischen Hydrolyse werden mechanische Kräfte eingesetzt, während bei der thermischen Hydrolyse hohe Temperaturen zum Abbau des Kollagens genutzt werden. Auch diese Methoden können im Vergleich zur enzymatischen Hydrolyse potenziell die Qualität und Bioaktivität der Kollagenpeptide beeinträchtigen.

Fazit zur Herstellung: Die Wahl der Produktionsmethode hat einen großen Einfluss auf die Qualität des Kollagen-Produktes. Achte beim Kauf auf Produkte, die durch enzymatische Hydrolyse gewonnen wurden.

Besondere Eigenschaften von Kollagenhydrolysat: Was macht es so einzigartig?

Kollagenhydrolysat unterscheidet sich grundlegend von nativem Kollagen und sogar von anderen Proteinen durch seine einzigartigen Eigenschaften. Diese machen es zu einer besonders effektiven und praktischen Ergänzung für deine Gesundheit und Schönheit.

Hohe Bioverfügbarkeit und optimale Aufnahme

Leichte Absorption selbst bei Verdauungsproblemen

Dank seiner geringeren Peptidgröße – die Kollagenmoleküle wurden ja bereits aufgespalten – wird Kollagenhydrolysat vom Körper besonders leicht absorbiert. Das bedeutet, die Kollagenpeptide gelangen schnell in den Blutkreislauf und stehen dem Körper dort als Aminosäuren zur Verfügung. Diese ausgezeichnete Bioverfügbarkeit macht es zu einer hervorragenden Wahl für Personen mit Verdauungsproblemen oder einer tendenziell schlechten Nährstoffaufnahme, da der Verdauungstrakt weniger Arbeit leisten muss, um die Peptide zu verarbeiten.

Vielseitigkeit und einfache Integration in den Alltag

Neben der hervorragenden Aufnahme zeichnet sich Kollagenhydrolysat durch seine Anwendungsfreundlichkeit aus.

Geschmacks- und Geruchsneutralität für flexible Nutzung

Ein weiterer großer Vorteil von Kollagenhydrolysat ist, dass es in der Regel geschmacks- und geruchsneutral ist. Diese Eigenschaft macht es extrem vielseitig einsetzbar und ermöglicht es dir, es leicht in verschiedene Rezepte und Getränke einzuarbeiten, ohne deren Geschmack zu verändern. Egal, ob du es in deinen Kaffee, Smoothie, Joghurt oder Suppen rühren möchtest – Kollagenhydrolysat löst sich problemlos auf, ohne dass du es schmeckst oder riechst.

Exzellente Löslichkeit in allen Temperaturen

Darüber hinaus ist Kollagenhydrolysat sowohl in heißen als auch in kalten Flüssigkeiten löslich. Diese Eigenschaft gibt dir maximale Flexibilität bei der Einnahme. Du kannst es morgens in deinen warmen Tee oder Kaffee rühren, in einen kalten Saft mischen oder es in dein Post-Workout-Shake geben.

Gesundheitliche Vorteile

Was zu Kollagenhydrolysat untersucht wird

Kollagenhydrolysat wird seit einigen Jahren intensiv untersucht. Die Forschung konzentriert sich dabei auf zwei Bereiche, die sich gut voneinander abgrenzen lassen.

Gelenke und Knorpel

Kollagen ist ein Hauptbestandteil des Gelenkknorpels und macht rund 60 % seines Trockengewichts aus.

Was in den Studien erfasst wird

Studien mit Kollagenhydrolysat erfassen typischerweise Beweglichkeitsscores und Beschwerdeangaben über Zeiträume von drei bis sechs Monaten. Die eingesetzten Mengen liegen meist zwischen 5 und 10 Gramm täglich. Untersucht wurden sowohl ältere Teilnehmende als auch Sportlerinnen und Sportler mit hoher Gelenkbelastung.

Darmschleimhaut

Kollagen ist reich an Glycin, Prolin und Glutamin.

Warum diese Aminosäuren betrachtet werden

Genau diese drei Aminosäuren kommen in der Darmschleimhaut besonders häufig vor. Eine intakte Darmwand ist die Voraussetzung dafür, dass Nährstoffe aufgenommen und unerwünschte Substanzen zurückgehalten werden. Das ist der Grund, aus dem Kollagenpeptide in der Darmforschung überhaupt betrachtet werden.

Beide Forschungsstränge messen unterschiedliche Dinge und lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen. Wie sich die Befunde langfristig einordnen lassen, ist offen. Wer sich für ein Produkt entscheidet, achtet am besten auf Herkunft und Herstellungsverfahren.

Schöne Haut

Kollagenhydrolysat und Haut, Haare, Nägel: Was untersucht wurde

Neben den Gelenken ist die Haut das am häufigsten untersuchte Gebiet. Auch Haare und Nägel sind Gegenstand kleinerer Studien. Die Zeiträume und Messgrößen unterscheiden sich dabei deutlich.

Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen, und Kollagen ist der Hauptbestandteil der Dermis.

Was mit dem Alter geschieht

Die körpereigene Kollagenproduktion lässt ab dem mittleren dritten Lebensjahrzehnt allmählich nach. Die Dermis wird dünner, und das Verhältnis von Typ-I- zu Typ-III-Kollagen verschiebt sich. Das ist ein normaler Vorgang und kein Krankheitsbild.

Was in den Studien erfasst wird

Studien mit Kollagenpeptiden erfassen Feuchtigkeitsgehalt, Elastizität und Faltentiefe der Haut. Die Zeiträume liegen meist zwischen acht und zwölf Wochen. Gemessen wird gegen eine Kontroll- oder Placebogruppe.

Bindegewebe

Cellulite und Dehnungsstreifen hängen mit der Struktur des Bindegewebes zusammen. Kollagen ist der Hauptbestandteil dieses Gewebes. Studien in diesem Bereich sind kleiner und weniger zahlreich als die zur Hautfeuchtigkeit. Belastbare Aussagen lassen sich daraus bislang nicht ableiten.

Haare und Nägel

Keratin und Aminosäuren

Haare und Nägel bestehen überwiegend aus Keratin, nicht aus Kollagen. Kollagenpeptide liefern jedoch Aminosäuren, die der Körper auch für die Keratinbildung nutzt. Erfasst wurden in Studien unter anderem Haardicke, Kopfhautbedeckung und Nagelwachstum.

Diese Untersuchungen sind kleiner angelegt als die Hautstudien, und ihre Aussagekraft ist entsprechend begrenzt.

Wer ein Kollagenprodukt in Betracht zieht, findet in Herkunft, Peptidgröße und offengelegter Analyse die Merkmale, die sich objektiv prüfen lassen.

Nährwert von Kollagenhydrolysat: Das Aminosäureprofil

Neben den bereits genannten Bereichen ist Kollagenhydrolysat auch aus ernährungsphysiologischer Sicht interessant. Es liefert Protein in einer Form, die sich leicht in den Alltag einbauen lässt.

Aminosäureprofil

Glycin, Prolin und Hydroxyprolin

Kollagenhydrolysat liefert insbesondere hohe Mengen an Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Diese Aminosäuren sind keine "klassisch" essentiellen Aminosäuren im Sinne der Ernährung, also solche, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie machen jedoch den Großteil des Kollagenmoleküls aus und kommen in normaler Mischkost seltener vor als in Kollagen.

Damit unterscheidet sich das Aminosäureprofil deutlich von dem anderer Proteinquellen wie Molken- oder Sojaprotein.

Kalorien und Kohlenhydrate

Passend für verschiedene Ernährungsweisen

Kollagenhydrolysat ist kalorien- und kohlenhydratarm, was es zu einer flexiblen Zutat macht. Das passt zu Ernährungsweisen wie Keto oder Paleo, bei denen der Fokus auf einer geringen Kohlenhydratzufuhr liegt. Es liefert Protein, ohne nennenswerte Mengen an Kohlenhydraten oder Fett beizusteuern.

Wie viel davon im Alltag sinnvoll ist, hängt vor allem von der übrigen Proteinzufuhr ab.

Nahrungsergänzungsmittel

Wie du Kollagen-Hydrolysat in deine Ernährung aufnimmst

Die Einbindung von Kollagen-Hydrolysat in deine Ernährung ist einfach und bequem. Es kann problemlos in deine Lieblingsgetränke wie Kaffee, Smoothies oder Tee gegeben werden, ohne den Geschmack oder die Konsistenz zu verändern. Kollagenhydrolysat kann auch als Zutat in Rezepten wie Suppen, Soßen oder Backwaren verwendet werden, um deren Nährwertprofil zu verbessern. Viele Kollagen-Hydrolysat-Präparate werden in Pulverform angeboten, so dass sie leicht abzumessen und in die tägliche Routine einzubauen sind. 

Die Wahl des richtigen Kollagen-Hydrolysat-Produktes

Bei der Auswahl eines Kollagenhydrolysats als Nahrungsergänzungsmittel ist es wichtig, mehrere Faktoren zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass du ein hochwertiges Produkt wählst. Achte auf Nahrungsergänzungsmittel, die aus seriösen und nachhaltigen Quellen stammen. Achte auf Zertifizierungen durch Dritte, um sicherzustellen, dass das Produkt strengen Tests auf Reinheit und Qualität unterzogen wurde. Achte auch auf die Produktionsmethode, mit der das Kollagen-Hydrolysat hergestellt wird. Die enzymatische Hydrolyse wird im Allgemeinen wegen ihrer besseren Bioverfügbarkeit und Bioaktivität bevorzugt. Lies außerdem Kundenrezensionen und Erfahrungsberichte, um die Wirksamkeit und Zufriedenheit mit dem Produkt zu beurteilen. Mit der Wahl des richtigen Kollagenhydrolysats als Nahrungsergänzung kannst du sicherstellen, dass du den größtmöglichen Nutzen und Wert für dein Geld erhältst. 

Fazit

Kollagenhydrolysat ist Kollagen, das enzymatisch in kurze Peptide aufgespalten wurde.

Untersucht wird es vor allem in Bezug auf Gelenkknorpel, Darmschleimhaut und Haut — mit unterschiedlichen Messgrößen und unterschiedlichen Zeiträumen.

Dank seiner Löslichkeit lässt es sich leicht in Getränke, Rezepte oder eine tägliche Routine einbauen.

Achte bei der Auswahl auf die Quelle, das Herstellungsverfahren und eine offen einsehbare Analyse.

Image credits: Cristian PalmerJasper GarrattMarcelo LealNicolas SolerieuAlexander GreyTestalize.me on Unsplash

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