Einführung in Kollagen und seine Bedeutung für die Gesundheit der Gelenke
Kollagen ist ein echtes Superprotein, das in deinem Körper überall zu finden ist – besonders in deinen Gelenken. Es gibt Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpeln die Struktur und den Halt, den sie brauchen, um richtig zu funktionieren. Ohne Kollagen würden unsere Bewegungen steif und unbeweglich werden.
Leider nimmt die Kollagenproduktion mit dem Alter ab. Was du im Alltag tun kannst, liest du weiter unten.

Die verschiedenen Kollagentypen und wo sie vorkommen
Es gibt verschiedene Kollagentypen, die sich darin unterscheiden, in welchem Gewebe sie überwiegen. Die drei häufigsten sind Typ I, Typ II und Typ III.
Typ-I-Kollagen: Knochen, Sehnen und Bänder
Typ-I-Kollagen ist der häufigste Kollagentyp im Körper und bildet den Hauptanteil von Knochen, Sehnen und Bändern. Es ist damit der mengenmäßig wichtigste Baustein der stützenden Strukturen rund um ein Gelenk.
Typ-II-Kollagen: der Kollagentyp des Knorpels
Typ-II-Kollagen kommt vor allem im Knorpel vor und macht dort den Großteil des Kollagens aus. Der Knorpel überzieht die Gelenkflächen und wirkt als Polster zwischen den Knochen.
Typ-III-Kollagen: Haut und Hohlorgane
Typ-III-Kollagen kommt gemeinsam mit Typ I in Haut, Blutgefäßen und Hohlorganen vor. Es ist Teil derselben Fasernetzwerke wie Typ I.
Welche Rolle Kollagen im Gelenk spielt
Kollagen bildet das Grundgerüst des Gelenkknorpels sowie der umgebenden Bänder und Sehnen. Im Knorpel macht es einen großen Teil des Trockengewichts aus.
Knorpel als Puffer
Der Knorpel überzieht die Enden der Knochen und hält sie voneinander getrennt. Seine Druckfestigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel von Kollagenfasern und wasserbindenden Proteoglykanen.
Kollagen im Fasernetzwerk
Im Bindegewebe kommt Kollagen gemeinsam mit Elastin und Fibrillin vor. Diese Proteine bilden zusammen das Netzwerk, das dem Gewebe Zugfestigkeit und Dehnbarkeit gibt.

Was zu Kollagen und Gelenken untersucht wurde
Kollagenpeptide gehören zu den am häufigsten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln im Bereich der Gelenke. Die Studien unterscheiden sich deutlich in Dosierung, Dauer und Teilnehmergruppe.
Was erfasst wird
Erfasst werden in der Regel Beweglichkeitsscores und Angaben zu Beschwerden im Alltag, gemessen gegen eine Placebogruppe. Die Zeiträume liegen meist zwischen drei und sechs Monaten.
Welche Gruppen untersucht wurden
Untersucht wurden unter anderem ältere Menschen mit altersbedingten Gelenkveränderungen sowie Sportlerinnen und Sportler mit hoher Gelenkbelastung. Die Ergebnisse aus diesen Gruppen lassen sich nicht ohne Weiteres aufeinander übertragen.
Bei Arthrose handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, die ärztlich abgeklärt und behandelt gehört. Nahrungsergänzungsmittel sind dafür kein Ersatz.

Die Wahl des richtigen Kollagentyps
Bei der Auswahl eines Kollagenpräparats lohnt sich der Blick darauf, welche Form in welcher Menge untersucht worden ist.
Hydrolysierte Peptide aus Typ I und III werden in Gramm-Mengen eingesetzt, natives Typ II in Milligramm-Mengen. Die beiden Ansätze arbeiten mit unterschiedlichen Mechanismen und sind nicht austauschbar.
Wir empfehlen immer, einen Arzt zu konsultieren, bevor du Nahrungsergänzungsmittel zu dir nimmst, um sicherzustellen, dass sie deinen individuellen Bedürfnissen entsprechen.
Das Kollagen für Gelenke vom Kollagen Institut
Das Kollagen für Gelenke verwendet enzymatisch hydrolysierte Kollagenpeptide.
Es liefert Typ-I- und Typ-III-Kollagenpeptide aus Schwein. Diese Zusammensetzung ist auf dem Etikett und in der Zutatenliste nachlesbar.
Chondrozyten sind die spezialisierten Zellen im Knorpelgewebe; sie bauen die Knorpelmatrix auf und ab. Sie stehen im Mittelpunkt der Forschung zu Kollagen und Gelenken.
Zu den Arbeiten in diesem Feld gehören Clark et al. (2008) und Zdzieblik et al. (2017), die Kollagenpeptide bei Gelenkbeschwerden untersucht haben. Beide Studien erfassten Beschwerdeangaben und Beweglichkeit über mehrere Monate.
Was sich objektiv prüfen lässt, sind Herkunft und Herstellungsverfahren.

Kollagen in deine tägliche Routine integrieren
Kollagen in deinen Alltag zu integrieren, ist viel einfacher, als du denkst. Es gibt verschiedene Formen von Kollagenpräparaten, sodass du die für dich passende Variante auswählen kannst.
Kollagenpulver: Einfach in deinen Getränken
Kollagenpulver lässt sich ganz einfach in deinen morgendlichen Tee, Kaffee oder auch in dein Wasser mischen. So wird es ohne viel Aufwand Teil deines Tages.
Kollagenkapseln: Praktisch und unkompliziert
Wenn du es lieber einfach und schnell magst, kannst du auch auf Kollagenkapseln zurückgreifen. Diese kannst du problemlos zusammen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen.
Beständigkeit ist der Schlüssel
In den Studien wurde Kollagen täglich über mehrere Monate eingenommen. Versuche, Kollagen regelmäßig in deine tägliche Routine einzubauen.

Weitere Alltagstipps für deine Gelenke
Auch abseits von Nahrungsergänzung kannst du im Alltag einiges für deine Gelenke tun.
Regelmäßige Bewegung: Stärke deine Muskeln und Gelenke
Sportliche Betätigung ist eine der besten Möglichkeiten, deine Gelenkgesundheit zu fördern. Besonders leichte Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren sind ideal, da sie die Muskeln rund um deine Gelenke stärken und so die Gelenkfunktion insgesamt verbessern. Auch moderate Bewegung kann dabei helfen, die Beweglichkeit und Flexibilität zu erhalten.
Gesundes Gewicht: Entlaste deine Gelenke
Ein gesundes Körpergewicht zu halten, ist nicht nur gut für die allgemeine Gesundheit, sondern auch für deine Gelenke. Weniger Gewicht bedeutet weniger Belastung für deine Gelenke, was das Risiko von Gelenkschmerzen und Entzündungen verringern kann. Es lohnt sich also, auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zu setzen, um dein Gewicht in einem gesunden Bereich zu halten.
Ausgewogene Ernährung: vielfältige Nährstoffe
Eine ausgewogene Ernährung gehört zu einem gesunden Lebensstil. Achte darauf, dass deine Mahlzeiten reich an Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren sind. Diese Lebensmittel liefern Nährstoffe und Antioxidantien, die zu einer ausgewogenen Ernährung gehören.

Kollagenhaltige Lebensmittel
Zusätzlich zur Einnahme von Kollagenpräparaten kannst du auch kollagenreiche Lebensmittel in deine Ernährung integrieren.
Knochenbrühe: Natürliche Quelle für Kollagen
Knochenbrühe ist eine der besten natürlichen Quellen für Kollagen. Sie wird durch das Einkochen von Knochen und Bindegewebe hergestellt und ist reich an Aminosäuren und Mineralien. Du kannst sie als warmes Getränk genießen oder als Basis für Suppen und Eintöpfe verwenden.
Fisch und Meeresfrüchte
Fisch und Meeresfrüchte sind ebenfalls ausgezeichnete Quellen für Kollagen. Besonders Sardinen und Lachs – mit essbaren Gräten – enthalten viel Kollagen und liefern zusätzlich Omega-3-Fettsäuren.
Kollagen-Nahrungsergänzung: Worauf du achten kannst
Kollagenpräparate sind in den letzten Jahren populär geworden. Sie werden in der Regel aus tierischen Quellen gewonnen, etwa aus Schweine-, Rinder- oder Meereskollagen, und sind in verschiedenen Formen erhältlich.
Bei der Auswahl lohnt sich ein Anbieter, der Herkunft, Herstellungsverfahren und Analysen offenlegt.
Achte außerdem darauf, ob das Produkt hydrolysiert ist: Dabei wird das Kollagen in kleinere Peptide aufgespalten, die sich schneller aufnehmen lassen.
Fazit
Kollagen bildet das Grundgerüst von Knorpel, Sehnen und Bändern.
Mit zunehmendem Alter lässt die körpereigene Kollagenproduktion nach — ein normaler Vorgang, der bei jedem Menschen unterschiedlich verläuft.
Ob über Nahrungsergänzung, kollagenreiche Lebensmittel oder Bewegung: Welcher Weg zu dir passt, hängt vor allem davon ab, was sich im Alltag umsetzen lässt.
Bei anhaltenden Gelenkbeschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Woran sich Qualität festmachen lässt, sind Herkunft, Herstellungsverfahren und eine einsehbare Analyse.
Image credits: FlyD, Aleksander Saks, Marcus Ng, Vino Li, CHUTTERSNAP, Nathan Dumlao auf Unsplash